Tomahawk / Lafatscher

Gleich nach Absams nachdem die kleine Straße ins Halltal abgezweigt ist, Verkehrschaos! Von dem etwas genervten Beamten wurden wir äußerst freundlich darauf hingewiesen, bei der Skisprungschanze zu parken, hier ist Schluss… Einigen blöden Kommentaren zum Trotz fanden wir schließlich heraus, dass im Halltal bereits im Frühsommer wieder eine Mure ab ist und deshalb das Tal für den Verkehr gesperrt sei. Na Prima, wollten wir doch Klettern und nicht Wandern…

Irgendwann standen wir etwas verspätet nach 3h am Fuße der riesigen Lafatscher Nordverschneidung. Doch obwohl ein Pause-Must-Do zog die wahnsinns Platte zur linken unsere Aufmerksamkeit in ihren Bann. Hier startet die Tomahawk. Wow!!!

Zuerst wird die erste, berüchtigte Länge vom Mohikaner geklettert, die zwar inzwischen mit 3 Bolts eingerichtet ist, aber clean!?!? Wow!!! Am Stand zweigt dann die Tomahawk ab: interessante und teils anspruchsvolle Risskletterei, bei der meist ständig ein Tritt für den rechten Hax fehlt ;-) Neben der Kletterei beeindruckt das Ambiente in dieser riesigen Plattenflucht!

Nachdem wir erst Mittags am Einstieg waren, wurd’s am Ausstieg langsam dämmrig. Hintenrum ging’s vom Lafatscher bei einer genialen Abendstimmung mit einem Fast-Vollmond wieder runter.

Facts
Tomahawk (9-, 300m)
Lafatscher, Karwendel

Eindrucksvolle und anspruchsvolle Risskletterei durch eine der besten Wände im Karwendel. Es stecken zwar alle notwendigen Bolts, doch schaden mittlere Keile+Friends am Gurt nicht.
Wenn man weiß, wo die neue Tour vom Reini oben rauskommt, kann auch über diese abgeseilt werden. Ansonsten ist der Abstieg hintenrum auch OK.

Topo gibts entweder hier oder im Panico Karwendel.

Tipp: Vorher informieren, ob’s Halltal gesperrt ist! Ansonsten ist der Zustieg über Scharnitz mit dem MTB bestimmt besser.

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